5 unbekannte Ursachen der Fibromyalgie

Schulmedizinisch betrachtet, gibt es keine bisher bekannte Ursache der Fibromyalgie. Die ganzheitlich arbeitende Chinesische Medizin hat hingegen durchaus Erklärungen parat. Damit ergeben sich spannende Ansätze für Therapie und die eigene Selbsthilfe.

Um die Ursachen der Fibromyalgie – für die die Schulmedizin keine Erklärungen hat – zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die Erklärungsmodelle der Chinesischen Medizin. Wir stellen im Artikel 5 Ursachen vor, die den Meisten weitestgehend unbekannt sind.

Infektstarre ist eine Ursache der Fibromyalgie

Die Chinesische Medizin betrachtet Fibromyalgie als Fehlentwicklung in der immunologischen Steuerung, die meist mit nicht auskurierten Infekten beginnt. Der Mensch aber braucht Kinderkrankheiten, Infekte der Atemwege mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit in regelmäßigen Abständen als Immuntraining und als „Großreinemachen“ der Schleimhäute und Körpergewebe. Sie verlaufen im besten Fall nach einer bestimmten Folge von Phasen und hinterlassen ein Gefühl der Erfrischung und Regeneration. Bei Fibromyalgie-Patienten ist der normale, reinigende Infektverlauf gestört. Dies ist eine Ursache der Erkrankung.

Gemessen am Standardverlauf von Infekten tritt bei Fibromyalgie-Kranken der Abwehrvorgang in einem frühen Stadium auf der Stelle. Dies gilt nach der alternativen Medizin als eine Ursache. In der Folge stellt sich ein Erkältungsgefühl ein, aber der Erkältungsprozess bleibt in seinem Verlauf stecken, er schreitet nicht fort zu den Folgephasen mit Fieber, Schleimausleitung und Regeneration. Der Organismus befindet sich im Zustand der immunologischen Daueraktivierung. Er wird gezwungen, sich immer wieder in der erfolglosen Abwehr zu erschöpfen. Das kostet Kraft und führt zu einer gefährlichen Gewöhnung des Körpers an diese halbherzige Immunantwort. Da es zu keiner Ausleitung der entzündlichen Stoffe kommt, sammeln sich, an das Gewebe gebunden, entzündliche Altlasten an. Dies ist Ursache für Müdigkeit, Schmerzen und die übrigen Symptome.

Bei der Suche nach den Ursachen der Fibromyalgie steht daher das Abwehrverhalten des Organismus gegenüber Infekten im Blickpunkt. Nach umfangreicher Diagnose erfolgt eine an die individuelle Krankheitsgeschichte angepasste Behandlung.

Chinesische Arzneien helfen entzündlichen Stoffe auszuleiten

Psychische Faktoren spielen eine Rolle, sind aber nicht entscheidend

Nicht wenige Schulmediziner leiten Fibromyalgie-Patienten aufgrund fehlender diagnostischer Möglichkeiten und ausbleibender Behandlungserfolge häufig an Psychiater weiter und stufen Ursachen als „psychosomatisch“ bedingt ein. Psychische Krankheitsfaktoren schließt die Chinesische Medizin zwar nicht aus, sie betrachtet Fibromyalgie aber primär als somatische, also körperliche, Störung. Dennoch gibt es auch zwei psychische Aspekte die betrachtet werden sollten, wenn man den Ursachen der Fibromyalgie auf den Grund gehen will.

Einerseits begünstigen psychische Belastungen die Entwicklung von immunlogischen Reaktionsstörungen. Andererseits verlangt die Fibromyalgie aufgrund der vielfältigen Symptome und der Wechselhaftigkeit der Beschwerden vom Betroffenen eine hohe psychische Verarbeitungsfähigkeit. Mit den ständigen Versagenserfahrungen umzugehen und der oftmals verzweifelte Kampf um die soziale und medizinische Anerkennung der Fibromyalgie kann zur völligen Erschöpfung und damit auch zu depressiven Reaktionen führen.

Für die Chinesische Medizin als ganzheitliche Heilmethode ist die Frage, ob seelische oder körperliche Belastungen die Fibromyalgie verursachen, letztendlich aber nebensächlich. Der Therapeut sieht ohnehin oft einen Zusammenhang. Für die Chinesische Medizin gibt es per se keinen Grund anzunehmen, das gestörte, körperliche Funktionen sich immer mit Apparaten oder Labortests nachweisen lassen. Ebenso ist es umgekehrt unsinnig zu meinen, eine psychische Störung dürfe sich nicht in veränderten Laborwerten widerspiegeln.

Chinesisch arbeitende Ärzte kommen bei der Anamnese den Ursachen der Fibromyalgie auf die Spur

Kälte-Heteropathie weitere Ursache der Fibromyalgie

Eine weitere Ursache für Fibromyalgie ist, dass nicht ausgeheilte Erkältungen im Körper einen Entzündungsrest hinterlassen, der in tiefere Schichten des Körpers wandern kann und später, teils nach Jahren immunologische Fehlregulationen auslöst. Die Chinesen sprechen auch von „eingedrungener Kälte“. Diese zeigt sich oft schon früh im Leben an nicht abklingendem Husten oder Schnupfen, Nebenhöhlenprozessen, gehäuften Mittelohrentzündungen bei Kindern oder Blasenentzündungen.

Eine Ursache für diese Fehlregulation des Immunsystems kann die übermäßige und frühzeitige Einnahme von Antibiotika sein, welche die normalen Erkältungsprozesse unterbricht. Beim Fibromyalgie-Syndrom handelt es sich im späteren Verlauf um eine „wandernde Kälte“, die Grippe-ähnliche Symptome macht, und vom Immunsystem nicht zurück an die Schleimhäute zur Ausleitung gebracht werden kann.

Daher sollte Jeder zur Vorbeugung der Fibromyalgie und anderer Krankheiten Erkältungen ernst nehmen und dem Körper die Ruhe geben, die er braucht. Dazu gehört auch, einen „Gang“ runterzuschalten und vielleicht auch mal einen Tag zu Hause bleiben, wenn sich ein Infekt anbahnt. Zudem hilft es, auf warme Füße zu achten, Fußbäder zu machen, auch mit Zimt oder Senfzusätzen. Wer erkältet ist, sollte darüber hinaus früh zu Bettgehen, weniger essen und den Morgen mit einem heißen Glas Wasser beginnen.

Fibromyalgie: sind Epstein-Barr-Viren ursächlich?

Die Klinik am Steigerwald erzielt mit ihren therapeutischen Mittel erfreulich gute Erfolge bei der Behandlung der Fibromyalgie. Diese fußen auf dem Krankheitsmodell, das die Fibromyalgie eine immunologische Störung ist. Derzeit tritt auch die Schulmedizin in diese Fußstapfen und diskutiert als eine mögliche Ursache der Fibromyalgie Ebstein-Barr-Viren, die Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers. Die Theorie ist, dass das Immunsystem bei Bekämpfung der Ebstein-Barr-Viren überschießend reagiert hat, Virusanteile im Körper verbleiben und dort eine chronische Aktivität behalten.

Jedoch gilt es dabei zu beachten, dass Ebstein-Barr-Viren so verbreitet sind, dass etwa Dreiviertel der Bevölkerung im Leben schon Kontakt mit dem Virus hatten. Demnach haben die meisten Erwachsenen EBV-Antikörper im Blut. Die Aussage „Ebstein-Barr-Viren machen Fibromyalgie oder Chronisches Müdigkeitssyndrom“ ist also nicht besonders zielführend. Die Ärzte der Klinik am Steigerwald fragen deshalb, um diesen Zusammenhang zu präzisieren, immer danach, ob die Epstein-Barr-Viren wirklich ein Pfeiffersches Drüsenfieber mit Lymphknotenschwellung und ausgeprägtem Krankheitsgefühl hervorgebracht haben. Ist dies der Fall, kann dies in der Tat ein Indiz bei der Diagnosestellung Fibromyalgie sein.

Grundsätzlich ist es für die Chinesische Medizin irrelevant, ob Epstein-Barr-Viren ursächlich für Fibromyalgie sind oder nicht. Denn der hängengebliebene Abwehrvorgang führt zu einem Zustand ineffektiver immunologischer Daueraktivierung. Dieser Infekt-Wiederholungszwang kostet Kraft und lässt den Prozess in die Tiefe sinken. Da der Entzündungsprozess kein Ventil findet, sammeln sich, gewebsgebunden, entzündliche Altlasten an. Müdigkeit, Schmerzen und die „inneren“ Symptome der Fibromyalgie-Patienten finden so ihre Erklärung.

Akupunktur kann zu Beginn bei Fibromyalgie helfen, später bietet sich Moxibustion

Stress ist eine Ursache der Fibromyalgie

Wer unter zu viel Stress leidet, den plagen oft Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Verspannungen und Schmerzen. Auch Fibromyalgie wird durch Stress begünstigt. Stress kann sogar Schübe auslösen. Wenngleich nach Chinesischer Sicht nicht nur eine Ursache für eine Erkrankung verantwortlich ist, sondern vielmehr mehrere Faktoren zusammenkommen, bis eine Fibromyalgie ausbricht. Aber Stress gehört zu einem dieser Faktoren. In der Entwicklung schwerer Erkrankungen spielt Stress aus Sicht der Chinesischen Medizin oft eine bedeutende Rolle. So führt ständiger Druck zu einem erhöhten Adrenalinausstoß, das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt an. Folgt keine körperliche Aktivität als ausgleichende Gegenreaktion, können sich Stresshormone im Körper anreichern und die Stresstoleranz senken. Ein negativer Kreislauf beginnt.

Akupunktur kann dem zu Beginn gut entgegenwirken. Gezieltes Nadeln der Akupunkturpunkte lenkt das vegetative Nervensystem in ‚ruhige Bahnen‘. Allerdings tolerieren Patienten mit Fibromyalgie, wenn sich die Krankheit schon manifestiert hat, Akupunktur aufgrund des erhöhten Schmerzempfindens nicht mehr so gut. Die Stimulation der Akupunkturpunkte kann dann mit Hilfe einer Beifußzigarre erfolgen. Diese Therapieoption der Chinesischen Medizin nennt man Moxibustion. Zudem steht nach Ansicht der fernöstlichen Naturheilkunde Stress in engem Zusammenhang mit dem Mitteorgan des Körpers, dem Bauch. Er verarbeitet nämlich nicht bloß Nahrung, sondern auch Gefühle und soziale Herausforderungen. Als dauerhafter Begleiter im Alltag überfordert Stress das Mitteorgan in seiner Sortierfunktion und stört die Steuerung des Immunsystems, was schwerwiegende Fibromyalgie-Schübe nach sich ziehen kann.

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