Fibromyalgie – herkömmliche Diagnose-Methoden versagen oft

Das Fibromyalgie-Syndrom (FMS) kann nach nur schwer bis gar nicht durch herkömmliche, schulmedizinische Diagnose-Methoden nachgewiesen werden. Daher eint fast alle Fibromyalgie-Patienten, dass oft eine lange Zeit vergeht, bis sie einen Namen für ihr Leiden haben.

Reißende, brennende Schmerzen und ein Ziehen im ganzen Körper – so beschreiben Fibromyalgie-Patienten ihre Beschwerden. Täglich werden sie von Schmerzen gequält, die vor allem die Übergänge zwischen Muskeln und Sehnen betreffen. Zu 90 Prozent trifft die leidvolle Erkrankung Frauen, meist um das 30. Lebensjahr. Neben Dauerschmerzen kämpfen die Patienten täglich mit schwerer Abgeschlagenheit, Schlafstörungen und Depressionen. Dennoch steht die Schulmedizin der Krankheit meist hilflos oder manchmal sogar spöttisch gegenüber: Die Fibromyalgie gehört zu den am häufigsten missverstandenen Krankheiten unserer Zeit, sie lässt sich weder durch Labortests noch technische Untersuchungen nachweisen und wird daher von der Schulmedizin oft nicht ernst genommen.

„Röntgen — kein Befund, Labor — kein Befund, dann wird es wohl die Psyche sein“ – nicht selten ist es das, was Fibromyalgie-Patienten erfahren. Als Hypochonder abgestempelt, dauert es oft viele Jahre, bis Patienten eine richtige Diagnose gestellt bekommen. Stattdessen werden die Kranken als arbeitsscheu oder psychisch gestört abqualifiziert, was eine schwere Stigmatisierung für die Betroffenen bedeutet und nicht selten depressive Entwicklungen fördert.

Da sich die Ärzteschaft bis heute nicht einmal über die Art der Erkrankung einig ist, ist auch unklar, welche Fachärzte am ehesten zuständig sind. Am häufigsten werden Rheumatologen, aber auch psychiatrische Ärzte herangezogen. Zwar sind Rheumatologen in der Diagnose, also im Erkennen der Krankheit und im Ausschluss entzündlicher Gelenkserkrankungen gut geeignet, aber in der Therapie stoßen sie rasch an ihre Grenzen.

Tender Points sind nur ein Indiz

Nach einem amerikanischen System muss der chronische Muskelschmerz an mindestens elf der insgesamt 18 Druckpunkte – sogenannten „Tender Points“ – vorliegen, damit die Diagnose Fibromyalgie gestellt werden kann. Doch auch dieses Diagnose-System ist ungenau. Sind andere typische Symptome vorhanden, reichen oftmals schon weniger Punkte aus, um Fibromyalgie zu diagnostizieren. Manchen Patienten mit anderen Erkrankungen wird hingegen zu Unrecht die Diagnose Fibromyalgie verpasst.

Die Druckstellen sind in folgenden Körperregionen lokalisiert: Hinterhaupt (beidseits), Halswirbelsäule (beidseits), Schultermuskulatur vorn (beidseits), Schultermuskulatur hinten (beidseitig), zweite Rippe (beidseits), Oberarm (beidseits), Beckenknochen (beidseits), Hüften (beidseits), Knie (beidseits).Das Tender-Point-System ist allerdings aus unserer Sicht genauso ungenau in der Fibromyalgie-Diagnose, wie die Syndrombezeichnung Fibromyalgie. Wenn chronische Schmerzen in mehreren Körperregionen seit mehr als drei Monaten bestehen, sich körperliche und geistige Erschöpfung nicht befriedigend mit Arbeitsüberlastung erklären lassen und sich ein nicht erholsamer Schlaf sowie chronische Erkältungsgefühle einstellen, kann es sich durchaus auch um eine Fibromyalgie handeln, auch wenn nur wenige Triggerpunkte dauerhaft schmerzen.

Nicht einzelne Symptome entscheidend, sondern der ganze Mensch

Im Gegensatz dazu widmet sich die Chinesische Medizin vielmehr der Symptomsprache des Menschen, als sich an starren Fragebögen festzuhalten. Dadurch gibt es Hoffnung für schmerzgeplagte Fibromyalgie-Patienten. Statt die Krankheit in einzelne Symptome zu zerlegen und den Patienten selbst an den Rand zu drängen, stehen die Betroffenen im Mittelpunkt der Therapie.

Dazu gehört auch die Vorgeschichte, die zur Erkrankung geführt hat. Häufig finden Experten für Chinesische Medizin in der Vorgeschichte schwere Infekte, wie das Pfeiffersche Drüsenfieber (EBV-Infektion) oder Serien von Infekten. Auch berichten viele Patienten von einem dauernden latenten Erkältungs- oder Grippe-Gefühl. Die Temperatur kann leicht erhöht sein.

In der Schulmedizin gilt die Fibromyalgie als nicht heilbar. Als Therapie werden Entspannungstechniken, Bewegungs- und Psychotherapie und Medikamente wie Antidepressiva aber natürlich auch Schmerzmittel von Neuromedikamenten wie Pregabilin und Gabapentin bis hin zu Opiaten eingesetzt. Die Chinesische Medizin bietet dagegen völlig andere ganzheitliche Behandlungskonzepte, mit denen die Krankheit gelindert oder geheilt werden kann. Dabei liegt der Schwerpunkt der alternativen Therapie nicht auf der Schmerzvermeidung. Der Schmerzcharakter selber ist wichtige Diagnose-Instanz für die therapeutischen Bemühungen. Als besonders wirksam im Gesamtkonzept der alternativen Therapie hat sich die chinesische Arzneitherapie erwiesen, die speziell auf die Charakteristik des europäischen Organismus abgestimmt wird.

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