Blutzucker natürlich und dauerhaft senken

Diabetiker können sich oft gut mit der Erkrankung arrangieren. Doch ängstigt viele die Vorstellung, sich unter Umständen irgendwann Insulin spritzen zu müssen. Hilfe bietet hier die Chinesische Medizin: Sie kann als Begleittherapie den Blutzucker natürlich senken.

Während beim Typ-1-Diabetes Autoimmunprozesse die Insulin-produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstören, handelt es sich beim Typ-2-Diabetes um eine Stoffwechselerkrankung, die meist mit Übergewicht und Bluthochdruck einhergeht. Die Körperzellen sprechen auf Insulin nicht mehr richtig an, sodass die Bauchspeicheldrüse zum Ausgleich immer mehr Insulin produziert und sich auf Dauer erschöpft. Medikamente tragen dazu bei, die Ansprechbarkeit der Zellen auf Insulin zu bessern und die Blutzuckerwerte zu senken. Beim Diabetes zeigt sich, wie gut sich chinesische Medizin und Schulmedizin ergänzen können: So bietet die chinesische Therapie mit dem Konzept des Tan eine natürliche Therapieoption, um den Blutzucker dauerhaft zu senken.

Das Tan-Konzept hilft, Diabetes zu verstehen

Tan steht in der Chinesischen Medizin für Stoffe, die sich der physiologischen Klärung und Ausscheidung entziehen und so Versorgungs- und Entsorgungswege verstopfen. Methoden wie chinesische Arzneitherapie, Akupunktur, Körpertherapien und Qi Gong stärken die stoffliche Klärungsfunktion. Chinesische Arzneipflanzen, das wichtigste Werkzeug der ganzheitlichen arbeitenden Medizin, aktivieren Reinigungsprozesse im Gewebe und räumen stoffliche Transporthindernisse zwischen Blut und Zelle aus dem Weg. Dies verbessert die Stoffwechsellage und steigert die Wirksamkeit der Insulintherapie. Dank der Stoffwechsel-klärenden Wirkung der chinesischen Arzneien lässt sich die Gabe von Insulin meist deutlich reduzieren. Sogar bei Typ-1-Diabetes sinkt Blutzucker in Einzelfällen um bis zu 50 Prozent und Blutzuckerschwankungen werden ausgeglichen. Besonders deutlich zeigt sich die Wirksamkeit der Chinesischen Medizin aber bei Typ-2-Diabetes. In einigen Fällen gelingt es hier sogar, bei gleichzeitig gebessertem und stabilem Zuckerprofil sowie gesteigerter Vitalität, die Diabetes-Medikamente vollständig abzusetzen.

Wie genau das Konzept der Chinesischen Medizin bei Diabetes helfen kann, erklärt der Chefarzt der Klinik am Steigerwald, Dr. Christian Schmincke im Interview:

Worin liegen Vorteile und Grenzen in der Behandlung von erhöhten Blutzuckerwerten mit der Schulmedizin und der chinesischen Medizin?

Dr. Schmincke: „Beim Diabetes 1 werden die Insulin-produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört. Ohne das pharmakologisch hergestellte Insulin sind diese Patienten in früheren Zeiten gestorben. Insulin ist ein Segen für jeden insulinpflichtigen Diabetiker. Hier hat die Schulmedizin ein echtes Substitut entwickelt und damit vielen tausend Patienten das Leben gerettet. Mit entsprechender Lebensordnung haben diese Patienten eine gute Prognose für ein langes Leben. Mithilfe chinesischer Begleittherapie kann man den täglichen Insulinbedarf senken, im Einzelfall sogar um die Hälfte – und dass bei stabileren Blutzuckerwerten.“

Und bei Diabetes 2, lassen sich da ebenfalls Blutzuckerwerte senken?

Dr. Schmincke: „Hier handelt es sich um eine Stoffwechselerkrankung. Die Wirkung des körpereigenen Insulins kommt nicht oder in zu geringem Maß bei den Zellen an. Die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse produzieren immer mehr Insulin, um auszugleichen und erschöpfen sich auf Dauer. Dieser Diabetes geht meist einher mit Übergewicht und Bluthochdruck. Schulmedizinische Medikamente versuchen, die Ansprecharbeit der Zellen auf Insulin zu steigern. Ohne Änderung der Lebensgewohnheiten, Gewichtsreduktion und mehr Bewegung rutschen diese Patienten aber leicht in den insulinpflichtigen Diabetes. Schulmedizinische Medikamente allein lösen keine Probleme. Sie versuchen schlicht die Krankheit möglichst gut zu verwalten. Der Arzt als strenger Partner des Patienten ist ein unbedingtes Muss ärztlicher Arbeit.“

Dr. Christian Schmincke

Wo sieht die chinesische Medizin ihren Ansatzpunkt?

Dr. Schmincke: „Die chinesische Arzneitherapie spielt auf einer anderen Ebene. Die individuelle chinesische Diagnose deckt die Gründe für die Zuckerkrankheit auf. Durch die Stoffwechsel-klärende Wirkung der chinesischen Arzneien nehmen wir Einfluss auf den Körper und die Seele. Durch besondere Zusätze wird die Durchblutung angeregt und so die natürliche Versorgung der Gewebe gefördert. Akupunktur und Körpertherapien, unter anderem Qi Gong, flankieren diese Strategie.“

Wie lässt sich der Blutzucker mit chinesischen Verfahren senken und wie die Folgen des Diabetes in den Griff bekommen?

Dr. Schmincke: „Die Chinesen haben mit dem Konzept des „Tan“ ein umfassendes Behandlungsprogramm aufgestellt, das sehr gut auf den Diabetes anwendbar ist. Tan steht für „ausleitungspflichtige Stoffe“. Ist der Organismus überfordert durch Nahrung, Gefühle und Informationen, gibt es einen Stau, der vor allem die Versorgungs- und Entsorgungswege verstellt. Die Blutzuckerentgleisung ist hier also Folge einer allgemeineren Unordnung, die auf Körper und Seele schlägt. Therapeutisch heißt das: Innere stoffliche und nicht stoffliche Klärungsfunktionen stärken mit Werkzeugen wie chinesischen Arzneipflanzen, Akupunktur, Körpertherapien und Qi Gong. Auch die diabetischen Folgekrankheiten lassen sich unter ähnlichem Behandlungsansatz häufig bessern.“

Polyneuropathie ist eine Folgeerkrankung des Diabetes und beginnt oft an den Füßen

Welche Folgeerkrankungen gibt es zum Beispiel bei Diabetes und sind sie therapierbar?

Dr. Schmincke: „Vor allem ist hier die Polyneuropathie zu nennen. Mehr als 50 Prozent der Diabetiker erleiden nach rund zehn Jahren eine schwere Nervenschädigung, die als Polyneuropathie bezeichnet wird. Die schleichende Zerstörung der Nerven beginnt meist in Füßen und Beinen. Betroffene erleiden quälende Schmerzen oder ihre Beine werden so taub, dass sie letztendlich im Rollstuhl enden. Schulmediziner können nur mahnen, den Blutzucker zu kontrollieren, da Polyneuropathie schulmedizinisch nicht therapierbar ist. Mit chinesischer Arzneitherapie können wir sehr wohl dafür sorgen, dass weit mehr als die Hälfte unserer Patienten wieder festen Boden unter den Füßen spürt.“

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