Allergien: Heuschnupfen naturheilkundlich behandeln

Gerötete Augen, verstopfte Nase und unangenehme Niesattacken: Allergiker erleben den Frühling nicht nur von der schönen Seite. Dank sanfter Methoden behandelt die chinesische Medizin die Ursachen von Allergien und Heuschnupfen naturheilkundlich und nachhaltig.

Menschen mit Heuschnupfen verbinden mit den ersten Blüten vor allem unangenehme Symptome. Diese können unbehandelt im schlimmsten Fall sogar zur Entwicklung von Asthma bronchiale führen. Allergien führt die chinesische Medizin auf ein gestörtes Gleichgewicht zwischen Yin und Yang zurück: In den ersten Lebensjahren lernt das Immunsystem, schlagkräftig mit Infektbelastungen umzugehen. Wird diese immunologische Schlagfertigkeit, beispielsweise durch übermäßige Einnahme von Antibiotika unterdrückt, antwortet der Körper mit sogenannten überschießenden Reaktionen. Das Immunsystem spricht nun auf Fremdstoffe an, die im Gegensatz zu Krankheitskeimen eigentlich keine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Bei der naturheilkundlichen Behandlung kommen fünf Therapiesäulen zum Einsatz: Akupunktur erleichtert vorrangig akute Beschwerden. Chinesische Arznei hilft dem Körper langfristig, normal mit Umwelteinflüssen umzugehen. Ernährungslehre, Körpertherapie und Qi Gong ergänzen das ganzheitliche Konzept.

Wir haben dem Chefarzt der Klinik am Steigerwald 7 Fragen zur Behandlung von Allergien mit Chinesischer Medizin gestellt:

Besteht nach naturheilkundlicher Sichtweise ein Zusammenhang zwischen Stress und Allergien?

„Dauerstress beeinträchtigt aus unserer Sichtweise die Sortierfunktion der Milz, in der Folge bilden sich vermehrt sogenannte Schlacken. Trifft diese stoffliche Überlastung zudem auf ein Immunsystem, das immer weniger gelernt hat, Infekte zu regulieren, können Krankheiten entstehen. Gestresste Menschen tun dann das Übriges dazu: Sie lassen sich von einer Erkältung nicht bremsen und unterdrücken die Symptome mit Hustenstillern, Schleimblockern und Schmerzmitteln, um weiterhin ihren Anforderungen im Berufs- und Privatleben Stand zu halten. Aus Sicht der Chinesischen Medizin liegt in nicht auskurierten Infekten oft die Ursache für viele andere Erkrankungen wie auch für Allergien. Die chinesische Medizin führt allergische Erkrankungen grundsätzlich auf drei Ursachen zurück: Neben der schon erwähnten Verschlackungskomponente – die beispielsweise auch durch falsche Ernährung begünstigt wird – und der gestörten Infektregulation spielen überschießende Immunprozesse, chinesisch innerer Wind, eine entscheidende Rolle.“

Was kann man naturheilkundlich bei Heuschnupfen tun?

„Je nachdem, welche der drei Krankheitskomponenten beim Patienten dominiert, haben die fünf Therapiebausteine der Chinesischen Medizin, die Arzneitherapie, Akupunktur, Tuina, Qi-Gong und Ernährungslehre, unterschiedliche Relevanz in der Behandlung. Klarheit schafft vor Therapiebeginn eine ausführliche Anamnese. Im Patientengespräch ergründen Behandler die Krankengeschichte und interessieren sich auch für zurückliegende Erkrankungen – sogar bis in die Kindheit. Die chinesische Arzneitherapie als wichtigste Säule der Chinesischen Medizin ist in der Lage, alle Krankheitskomponenten zu beeinflussen: So bringt sie beispielsweise Schlacken zur Ausleitung. Zur Beruhigung der Windkomponente bei Allergien helfen auch Qigong-Übungen. Wesentliches Ziel der Übungen ist, den Qi-Fluss zu besänftigen, zu ordnen oder zu beleben.“

Worauf beruht die positive Wirkung?

„Da unsere Therapie an den Ursachen ansetzt und nicht nur Symptome bekämpft, erleben wir es oft, dass Patienten eine deutliche und vor allem dauerhafte Besserung zeigen. Vor allem, wenn nach Therapieende auch eine nachhaltige Umorientierung der Patienten hinsichtlich stressiger Belastungen, Ernährungsverhalten und Umgang mit Infekten erfolgt.“

Akupressur, bei der das Allergen in der Hand gehalten wird, soll bei etwa 70 Prozent der betroffenen Patienten eine deutliche Verbesserung bringen. Was sagen Sie dazu?

„Die Chinesische Medizin kennt diese Methode nicht. Was das Allergen in der Hand bewirken soll, kann ich mir nicht erklären. Akupressur und Akupunktur hingegen sind ohne Frage wichtige Bestandteil im Therapiekonzept der Chinesischen Medizin. Sie beeinflussen vor allem die Komponente des inneren Windes und ordnen den Qi-Fluss bei Allergien positiv.“

Kann man nach Chinesischer Medizin mit der richtigen Ernährung auf Heuschnupfen einwirken?

„Die Diätik ist neben chinesischer Arzneitherapie, Akupunktur, Tuina und Qi-Gong eine von fünf Säulen der chinesischen Medizin. Allergiker können die Verschlackungskomponente der Krankheit durch einen Verzicht auf eiweißreiche Milchprodukte, Zucker und Weißmehl positiv beeinflussen und den Körper entlasten. Weniger Fleisch zu essen, geht in dieselbe Richtung. Aber auch die chinesische Arzneitherapie mindert durch ihre ausleitende Wirkung auf entzündungsfördernde Abfallprodukte Verschlackungen.“

Macht es nach Chinesischer Sicht Sinn, Allergene zu vermeiden oder sollte man sich den Pollen ruhig aussetzen?

„Wer, wie wir, Heuschnupfen als Symptom eines tieferliegenden Prozesses versteht, ist davon überzeugt, dass die Ursache der Erkrankung nicht bei den Pollen liegt, sondern im Menschen selbst. Darum befürwortet oder widerspricht die Chinesische Medizin keine der beiden Empfehlungen. Ihr geht es vielmehr darum, die immunologische Reaktionsbereitschaft zu normalisieren. Das kann ein oder zwei Allergiephasen lang dauern. Zu Beginn werden Akutbehandlungen beim Patienten das Schlimmste abfedern, in der allergiefreien Zeit werden die Ursachen behandelt.“

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