3 Ursachen, die Rückenschmerz-Patienten kennen sollten

Für die Chinesische Medizin liegen Rückenschmerzen drei verschiedene Ursachen zugrunde. Neben psychischen Faktoren, die ungünstige Muskelspannungen hervorrufen können, gibt es auch Verschlackungsaspekte sowie Entzündungsprozesse im Gewebe. Letztere führen zu mechanischen Problemen und damit zu Rückenschmerzen.

Rückenschmerzen sind und bleiben die Volkskrankheit Nummer eins der Deutschen. Schenkt man aktuellen Untersuchungen Glauben, leiden 62 Prozent der Frauen und 56 Prozent der Männer in Deutschland unter dem Symptom Rückenschmerzen. Andere Erhebungen belegen, dass sogar jeder Fünfte in seinem Leben einen Bandscheibenvorfall erleidet. Bei vielen Berufstätigen sind die Rückenprobleme so groß, dass sie vorzeitig in den Ruhestand gehen müssen.

Wie sich Rückenschmerzen entwickeln

Muskelverspannungen, Degeneration von Knochen, Knorpeln oder kleinen Wirbelgelenken, Bandscheibenvorfall, zu enger Wirbelkanal oder Gleitwirbel – Leiden am Rücken haben viele Namen. Die damit einhergehenden Rückenschmerzen kennen viele nur zu gut. Für viele Patienten mit chronischem Rückenleiden gehört der Griff zu Medikamenten zum Alltag, um ihre Aufgaben bewältigen zu können. Häufig helfen sie oder selbst ärztliche Injektionen nur kurzfristig, den Akutschmerz zu lindern. Sie lindern zwar Schmerzen, lösen aber nicht das Problem. Vielfach verursacht bereits jede Bewegung, jedes Stehen unerträgliche Schmerzen, alltägliche Dinge wie Schuhe zubinden oder Pullover überstreifen bedeuten enorme Kraftanstrengungen. Auch in der Nacht finden viele Betroffene kaum Erholung: Jede Drehung löst Schmerzen aus, die ein Durchschlafen unmöglich machen.

Häufig suchen Betroffene Chirotherapeuten auf, die sich bemühen, Skelettschäden von außen manuell zu korrigieren. Versagen die konservativen Behandlungsformen ist eine Operation oft der letzte Ausweg. Doch anstatt einer Besserung erwartet den Patienten ein wahrer Teufelskreis aus Folgeoperationen und Schmerzmitteln. Mögliche Folge: schmerzhafte Vernarbungen. So berichten Patienten auch nach diesen Therapien von Schmerzen, die sich dann nicht nur auf den Rücken beziehen, sondern bereits in andere Regionen „ausstrahlen“. Aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr Patienten für alternative Heilmethoden. Die Traditionelle Chinesische Medizin eröffnet einen weiteren Horizont: Es werden nicht nur die Symptome behandelt, sondern nach den Ursachen des Rückenleidens geforscht, so dass dem Patienten langfristig geholfen werden kann.

Ursache 1: Die Psyche

Patienten beobachten es früher oder später selbst: Je höher die seelische Belastung oder das Stresslevel, desto öfter oder stärker melden sich die Rückenschmerzen. Dies wird als Psychosomatik beschrieben: Hierbei gehen Mediziner davon aus, dass Emotionen, Konzentrationszustände und die individuelle Persönlichkeitsstruktur den Bewegungsablauf des Menschen beeinflussen. Anders ausgedrückt: Die körperlichen Bewegungen werden durch psychische Vorgänge beeinflusst. Steht die Psyche unter Druck, kommt es unter ungünstigen Bedingungen zu einem schlechten Nebeneinander von überspannten und erschlafften Bereichen der Muskulatur. Diese wiederum können sich statisch auf den Körper auswirken und Rückenschmerzen hervorrufen.

Ziel der therapeutischen Anstrengungen sind ausgewogene, als wohltuend empfundenen Spannungszustände der Muskeln. Akupunktur kann hier ebenso helfen, wie auch die zahllosen guten körpertherapeutischen Verfahren. In der Klinik am Steigerwald werden neben Akupunktur und Moxibustion (Punkterwärmung mittels Moxa-Kraut) folgende Verfahren angewandt: Shiatsu, Psychotonik nach Glaser, Cranio-Sacral-Therapie, Tuina, Fußreflexzonenmassage u.a.

Ursache 2: Die Verschlackung

Neben den psychischen Einflussfaktoren, spielt auch der Muskelstoffwechsel und das Bindegewebe eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Rückenschmerzen. Im Vordergrund steht dabei die Frage: Wie kommt es zum Gelenkverschleiß oder zur Wölbung der Bandscheiben bis hin zum Bandscheibenvorfall? Die Chinesische Medizin sieht die Beschaffenheit des Gewebes als Ursache an. Diese hängt von der Zirkulation und der Qualität der „Säfte“, also der von Blut, Lymphe und intrazellulärem Milieu ab.

Nur bei einwandfreier Versorgung und Entsorgung von Muskeln und Bindegewebe kann das Gewebe seine Festigkeit, Elastizität und Anpassungsfähigkeit erhalten. Die beeindruckende Wirkung von Fastenkuren bei Rückenkrankheiten zeigt, wie wichtig dieser Aspekt ist. Viele Patienten verspüren dadurch eine Linderung ihrer Rückenschmerzen.

Schmerzen im Bereich von Beckenregion und Beinen, Missempfindungen, Schweregefühl sind aus Sicht der chinesischen Medizin das Resultat nicht richtig zu Ende geführter Ausscheidungsprozesse. Das Gleiche trifft auf Beschwerden an Kopf und Nacken zu. Bestätigung findet das Konzept durch den Erfolg der Therapie von zyklusabhängigen Rückenbeschwerden bei Frauen. Die Wiedereinregulierung der in Unordnung geratenen weiblichen Regel kann bei mit der Regel einhergehenden Rückenschmerzen Wunder wirken. Hormonpräparate sollten abgesetzt werden.

Um die Gewebebeschaffenheit zu verbessern, sind äußere ausleitende Verfahren wie Schröpfen oder Ansetzen von Blutegeln als naturheilkundliche Methoden empfehlenswert. Vor allem aber sind es die chinesischen Arzneirezepturen der Klinik, welche die Ausleitung von Schlacken fördern und so dauerhaft Rückenschmerzen lindern. Über die Behandlung des Bauchs – nicht des Rückens – wird in der Klinik beispielsweise dem Lumbalsyndrom begegnet. Die Regulierung der Darmfunktionen ist oftmals ebenfalls Schlüssel der Therapie.

Ursache 3: Die Entzündung

Die dritte entscheidende Ursache für Rückenschmerzen aus Sicht der Chinesischen Medizin sind Entzündungen. Erfahrungsgemäß tritt bei vielen Rückenschmerz-Patienten zum Beispiel ein Schnupfen mit einer Lumbalgie, also Rückenschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule wie bei einem Hexenschuss, oder ein Husten mit einer Gelenkentzündung in einem zeitlichen Zusammenhang auf. Der Experte für Chinesische Medizin kann aus einem solchen Zusammenhang wichtige Hinweise entnehmen. Dabei greift er auf die Erkenntnisse des Buches der Kälte-Erkrankungen (Shan Han Lun) zurück. Die Kernaussage ist: Nicht abgeschlossene Entzündungsprozesse bleiben als verborgener Antrieb im Körper und überlagern Steuervorgänge unseres Immunsystems. Ein nicht ausgeheilter, chronisch schwelender Schnupfen zum Beispiel kann Entzündungsprozesse im Bereich der Lendenwirbel hervorrufen und unterhalten.

Nach dem Konzept der Kälte-Erkrankungen zu therapieren, erfordert geduldige therapeutische Arbeit mit den Mitteln der chinesischen Arzneitherapie. Es gilt, Schritt für Schritt zum Entzündungs-Herd vorzudringen und die nicht zu Ende geführten Infekte aufzuspüren und wieder aufleben zu lassen. Ein Therapiefortschritt ist erreicht, wenn nach einem üppigen, produktiven Schnupfen die Kreuzschmerzen gelindert sind. Das Ziel ist erreicht, wenn der Patient wieder normale Infekte mit produktivem Schleimauswurf erlebt und der Rücken dabei stabil schmerzfrei frei bleibt.

„Schmerzen, Entzündungen und Verspannungen mit Schmerz- und Entzündungsblockern, Injektionen oder ähnlichem zu begegnen, verspricht nur trügerische Abhilfe. Denn Entzündungen ruhig zu stellen, nimmt zwar den Schmerz, löst aber meist das Problem nicht auf Dauer!“

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